Definition der Testumgebung

 

TESTUMGEBUNG

Einleitung

Unsere Tests sollen nachvollziehbar und vor allem wiederholbar sein. Deswegen erfassen wir so viele Daten wie möglich, auch wenn sie sich im Nachhinein als irrelevant erweisen sollten.

Bei allen Messungen und Auswertungen halten wir uns – soweit mit unserem bescheidenen Budget möglich – an die einschlägigen DIN-Normen.

Als nützliche „Nebenprodukte“ erhoffen wir uns Erkenntnisse zum Einfluss der Waffe auf die Streuung, sowie über die Effektivität von bekannten und weniger bekannten Auswahlverfahren für Diabolos.

Teststand

Der Teststand (10m) ;befindet sich im Keller unseres Einfamilienhauses; Schussrichtung Nord-Süd. Für Munitionstests verwenden wir einen ca. 200 kg schweren, vibrationshemmend gelagerten Korpus mit aufgeschraubter Caldwell Benchrest, an der ein massiver Maschinenschraubstock befestigt ist. Die exakt waagerecht ausgerichtete Oberfläche des Korpus wird durch einen Vibrations-Sensor und einen 3D-Beschleunigungssensor überwacht; diese Geräte schlagen Alarm, wenn der Testaufbau zu „schwingen“ anfängt. (Frühere, noch etwas primitivere Tests haben gezeigt, dass bereits z.B. eine auf der Straße vorbeifahrende Harley-Davidson den Zielpunkt um einige Hundertstelmillimeter verschiebt – von schweren LKWs mal abgesehen) Zusätzlich überprüfen wir die Stabilität unseres Testaufbaus mithilfe des SCATT-Systems. Daraus erhoffen wir uns weitere Erkenntnisse.

 

Die zu testenden Waffen werden - ohne jede Veränderung - am Auflagekeil unverrückbar eingespannt. Dieser Aufbau weicht erheblich ab von den Schießmaschinen, wie sie von Waffen- und Munitionsherstellern verwendet werden – dafür sorgt er für realistischere Ergebnisse: Mechanische Fehlerquellen wie Instabilität der Waffe, Schwingungen des Laufes, etc. bleiben erhalten; wir eliminieren lediglich die Fehlerquelle „Schütze“ :-))

Umgebung

Die klimatischen Bedingungen unseres Teststands im Keller sind relativ konstant (außer im tiefsten Winter und im höchsten Sommer) – wir lagern hier ja schließlich auch unseren Wein :-) Dies gilt allerdings nur für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, nicht jedoch für den Luftdruck (Über die Bedeutung dieser Variablen später mehr). Alle diese Messwerte werden während eines Tests ( = eine Waffe, eine Munition) auf Konstanz innerhalb vorgegebener Toleranzgrenzen überwacht; ggf. wird ein Test abgebrochen – bei größeren Schwankungen der Umgebungsvariablen wäre ein Test schon in sich selbst inkonsistent und könnte mit anderen Tests überhaupt nicht verglichen werden.

Weitere Faktoren wie geografische Koordinaten, Höhe über Meer und Erdbeschleunigung definieren wir als konstant für unseren Teststand.

Andere Störfaktoren, die wir soweit wie möglich ausschließen, sind:

 

  • Vibrationen (wie bereits unter „Teststand“ erwähnt)

  • Luftbewegungen

  • An der Waffe befestigte Messgeräte

  • Verunreinigungen des Laufs

  • Verunreinigungen der Munition

  • Verreißen“ des Abzugs

  • Abweichungen beim Ladevorgang

  • Druckabfall

  • Erwärmung / Abkühlung  des Laufs

 

Spezielle Mess- und Prüfgeräte

 

  • Zweikanal-Oszilloskop

  • SCATT WS01

  • Chronoskop mit PC-Anschluss

  • Mess-Schraube (Mikrometer) 0,001 mm, umgebaut auf elektronische Kontaktmessung

  • Laborthermometer -150 .. +450°C, 0,1°C

  • Wetterstation für Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit mit PC-Anschluss

  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser auf Arduino-Basis

  • High-Speed Videokamera (1000 fps)

  • Diabolo-Waage 20g / 0,001g Auflösung

  • Lauf-"Klimaanlage" mit 300 Watt Peltierelement zur gezielten Kühlung / Erwärmung des Laufes

 

 

 

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